Größe (cm): 45x35
Preis:
Verkaufspreis€165,95 EUR

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Von Hand gemalt, nicht gedruckt
Ein professioneller Künstler malt es in Öl auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich.

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Beschreibung

Das Gemälde zeigt einen dicht mit Gefäßen, Utensilien und Lebensmitteln besetzten Tisch, der in warmes Seitenlicht getaucht ist. In der Mitte links dominiert ein großer kugelförmiger Metallgegenstand, umgeben von Geschirr und weiteren dunkelflächigen Objekten. Rechts bildet ein reich verzierter Pokal einen Ausgleich zur Komposition, neben gelben und orangefarbenen Früchten, während auf den Tellern und im Vordergrund aufgeschnittene Brote, angeschnittene Stücke und Speisereste liegen. Im Hintergrund ragen schmale, zylindrische Gefäße auf; vorn fällt ein weißes Tischtuch in weiten Falten über die Tischkante. Eine kleine, kaum lesbare Inschrift ist in den unteren linken Bildbereich integriert.

Als Stillleben gehört das Werk einer Gattung an, die sich der Anordnung unbelebter Gegenstände in einer bildlichen Szene widmet: Lebensmittel, Geschirr, Gefäße, Textilien und Utensilien werden hier zu den Hauptmotiven. Der Tisch dient nicht als Schauplatz einer menschlichen Handlung, sondern als konzentrierter Raum der Betrachtung. In der europäischen Tradition dieser Gattung stehen Lebensmittel und häusliche Gegenstände häufig für Überfluss, Stofflichkeit und die Vergänglichkeit der Dinge. In diesem Gemälde erhält das Alltägliche durch die dichte Gruppierung und den stillen dunklen Hintergrund eine beinahe zeremonielle Präsenz.

Brot, Früchte und angerichtete Speisen vermitteln den Eindruck häuslicher Großzügigkeit und sinnlichen Genusses, verweisen zugleich aber auch auf die Vergänglichkeit der Szene. Demgegenüber strahlen die Metallgefäße und das Geschirr eine größere Beständigkeit aus und verstärken den Gegensatz zwischen dem, was verzehrt wird, und dem, was als Gegenstand bleibt. Das Zusammenspiel glänzender, matter, rauer und weicher Oberflächen macht den Tisch zu einem vielseitigen Schauplatz der Stofflichkeit. Statt eine eindeutige Symbolik vorzugeben, entfaltet die Komposition durch das sichtbare Nebeneinander der einzelnen Elemente Beziehungen zwischen Fülle und Vergänglichkeit, Festigkeit und Zerbrechlichkeit.

Die horizontale Anordnung hält die Objekte dicht beieinander, sodass der Blick in Sprüngen zwischen dem kugelförmigen Gefäß, den Broten in der Mitte, dem Becher und den Früchten wandert. Das große Metallobjekt bildet auf der linken Seite einen gewichtigen Blickfang, während die gelben und orangefarbenen Töne auf der rechten Seite warme Akzente setzen. Die weiße Tischdecke, die sich hell vom Halbdunkel abhebt, verbindet die einzelnen Elemente und lenkt die Aufmerksamkeit in den Vordergrund. Tiefe entsteht durch die Überlagerung von Tellern, Gefäßen und Lebensmitteln, nicht durch einen weiten Raum; dadurch wirkt die Szene kompakt, sinnlich und intim.

Das Werk steht in der Tradition des niederländischen Stilllebens des 17. Jahrhunderts, insbesondere durch seine konzentrierte Komposition, die zurückhaltende seitliche Beleuchtung und die Aufmerksamkeit für die Texturen von Metall, Lebensmitteln und Stoffen. Im Werk von Maerten Boelema De Stomme verwandelt sich der Tisch in ein stilles Theater aus Spiegelungen, Volumen und Kontrasten. Bemerkenswert ist, dass die helle Tischdecke die Szene nicht nur erhellt, sondern auch ganz unterschiedliche Objekte optisch zusammenführt; um diese Fläche herum bilden der Becher, das Brot, die Früchte und das Metall eine visuelle Meditation über den greifbaren Reichtum des Alltäglichen und dessen unvermeidliche Vergänglichkeit.

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