Die thronende Heilige Veneranda


Größe (cm): 45x30
Preis:
Verkaufspreis€154,95 EUR

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Beschreibung

Das Gemälde zeigt die heilige Veneranda, die im Zentrum einer sakralen Architektur auf einem reich verzierten Sitz thront und dem Betrachter frontal zugewandt ist. Sie trägt blaue und rote Gewänder, hinter ihrem Kopf befindet sich ein kreisförmiger Heiligenschein, und sie hält ein großes aufgeschlagenes Buch sowie ein senkrechtes Attribut. Zu beiden Seiten versammeln sich mehrere Figuren, während zwei junge Musiker im Vordergrund nahe dem Schachbrettmuster des Fußbodens sitzen. Säulen, Kapitelle, ein Kassettengwölbe und eine obere Bildtafel mit Figuren rahmen die Szene ein. Eine hängende Lampe, ein kleiner heller Vogel auf dem Boden und die an den Rändern sichtbaren Gebäude vervollständigen diesen zeremoniellen Raum.

Die heilige Veneranda gehört zur Tradition der christlichen Heiligen, die für ihr Leben und ihr Beispiel des Glaubens verehrt werden. Das Werk zeigt sie nicht als isolierte Figur, sondern als heilige Präsenz, um die sich eine regelrechte Andachtsszene versammelt. Der erhöhte Thron unterstreicht ihre Würde und geistliche Autorität, während die Frontalität eine unmittelbare Beziehung zum Betrachter herstellt. Das aufgeschlagene Buch steht für Lehre, Weisheit und religiöses Wissen. Die versammelten Begleitfiguren und Musiker machen die Szene zu einer feierlichen Zusammenkunft, in der sich Heiligkeit durch eine geordnete, öffentliche Inszenierung ausdrückt.

Der kreisförmige Heiligenschein lenkt den Blick auf das Gesicht der Heiligen und dient als sichtbares Zeichen ihres heiligen Status. Das nach außen aufgeschlagene Buch verstärkt diese zentrale Stellung und vermittelt dem Betrachter ein Bild geistlicher Autorität. Die Musiker im Vordergrund verleihen der Szene einen feierlichen Charakter und bringen Abwechslung in die Gesten der Figuren. Im Gegensatz dazu bereichern der kleine Vogel auf den Steinplatten und die winzigen Details der Bildtafeln die erzählerische Vielfalt, ohne mit der Hauptfigur zu konkurrieren. Die monumentale Architektur lässt sich als symbolische Erweiterung des Thrones verstehen: als Rahmen für Beständigkeit, Ordnung und schützende Präsenz.

Die Komposition wird von einer sehr markanten vertikalen Achse bestimmt. Die Lampe, das strahlende Emblem, der Kopf der heiligen Veneranda und der Thron bilden eine zentrale Abfolge, die den Blick vom Gewölbe bis in den Vordergrund führt. Die seitlichen Säulen setzen visuelle Grenzen und öffnen zugleich den Raum zu den Mauern und der Stadtlandschaft hin. Der Schachbrettboden lenkt den Blick räumlich zum Betrachter und gleicht die frontale Strenge des Sitzes aus. Ocker-, Gold- und Rottöne verleihen einem von dunklen Blau-, Braun- und Schwarztönen beherrschten Innenraum Wärme; die Lichtkontraste lassen das Gewand und das Buch besonders intensiv hervortreten.

In Die thronende heilige Veneranda lässt sich Lazzaro Bastiani der venezianischen Andachtsmalerei der Renaissance zuordnen, die mit ihrem Interesse an architektonischer Gestaltung, reicher Farbigkeit und der feierlichen Präsenz heiliger Figuren verbunden ist. Das Bild verbindet eine nahezu architektonische Gliederung mit einer sorgfältigen Aufmerksamkeit für die Nebenfiguren, die Instrumente, Nischen und Medaillons. Beachtenswert ist, wie jedes Element auf die Mittelachse zurückführt: Die Linien der Säulen, die Tiefe des Fußbodens und die Anordnung der Anwesenden unterstreichen die Autorität der Heiligen. So werden das religiöse Thema und die Raumgeometrie zu einem einzigen Erlebnis feierlicher Erscheinung.

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