Die Verklärung


Größe (cm): 75x55
Preis:
Verkaufspreis€490,95 EUR

Beschreibung

Raffaels  Verklärung ist das letzte Werk des großen Renaissancekünstlers Raffael, das von Kardinal Giulio de’ Medici aus der Bankiersdynastie der Medici in Auftrag gegeben wurde.

Ursprünglich war das Kunstwerk als Altarbild für den Hochaltar der Kathedrale von Narbonne in Frankreich gedacht; heute hängt es in der Vatikanischen Pinakothek in der Vatikanstadt.

Nach Raffaels Tod wurde das Gemälde nie nach Frankreich geschickt, sondern der Kardinal ließ es 1523 stattdessen auf dem Hochaltar der Kirche des seligen Amadeus in San Pietro in Montorio in Rom aufhängen.

1797 jedoch wurde das Bild im Zuge von Napoleons Italienfeldzug von französischen Truppen beschlagnahmt und anschließend im Louvre ausgestellt.

Auf der einfachsten Ebene lässt sich das Gemälde als Gegensatz lesen: die Erlösungskraft Christi, symbolisiert durch die Reinheit und Symmetrie der oberen Bildhälfte, gegenüber den Schwächen des Menschen, die in der unteren Hälfte durch düstere und chaotische Szenen dargestellt werden.

Diese künstlerische Komposition gliedert sich in zwei klar voneinander getrennte Teile. Die Verklärung steht in Verbindung mit aufeinanderfolgenden Episoden aus dem Matthäusevangelium. Der obere Teil des Bildes zeigt Christus, erhöht vor bewegten, leuchtenden Wolken; zu beiden Seiten stehen die Propheten Elija und Mose. Im unteren Teil sind die Apostel dargestellt, die vergeblich versuchen, den von Dämonen besessenen Jungen zu befreien. Der obere Bereich zeigt den verklärten Christus, der wie bei einem Wunder den Jungen heilt und ihn vom Bösen erlöst.


Offensichtlich lässt sich das Gemälde als Gegenüberstellung der menschlichen Schwächen im unteren und der erlösenden Kraft Christi im oberen Bildteil lesen. Links von Christus knien zwei Figuren: die Märtyrer Agapitus und Felicissimus, zwei Diakone, die während der Verfolgungen unter Kaiser Valerian gefangen genommen wurden.

Die Maße der Verklärung betragen 159 Zoll mal 109 Zoll. Raffael malte zwar bevorzugt auf Leinwand, doch dieses Werk entstand als bewusst gewählte Ausführung mit Ölfarben auf Holz. Tatsächlich zeigt Raffael in diesem Gemälde bereits deutliche Ansätze des Manierismus und Techniken, die später für die Barockzeit typisch wurden.

Die stilisierten, verdrehten Posen der unteren Halbfiguren weisen auf den Manierismus hin. Die dramatische Spannung in diesen Figuren sowie der großzügige Einsatz von Licht und Schatten, also Hell-Dunkel-Kontraste, verweisen auf die barocke Tendenz zu gesteigerter Bewegung, um Dramatik, Spannung, Fülle oder Erleuchtung zu erzeugen. Die Verklärung war ihrer Zeit voraus – so wie auch Raffaels Tod viel zu früh kam.

Es wäre Raffaels letztes Gemälde; bis zu seinem Tod im April 1520 arbeitete er daran.

Die Reinigung des Gemäldes von 1972 bis 1976 zeigte, dass nur einige der linken unteren Figuren von Assistenten vollendet wurden, während der Großteil des Werks von Raffael selbst stammt.

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