Größe (cm): 50X35 Originalgröße
Preis:
VerkaufspreisCHF 164.00

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Von Hand gemalt, nicht gedruckt
Ein professioneller Künstler malt es in Öl auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich.

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Beschreibung

Das Gemälde zeigt die Personifikation der Caritas in einer intimen Szene im Freien. Eine nackte erwachsene Figur nimmt die Mitte ein und versammelt drei Babys um ihren Körper: Eines liegt auf ihrer Schulter und ihrer Brust, ein weiteres wird an ihren Oberkörper gehalten, und ein drittes, das im Vordergrund sitzt, streckt die Hand nach ihr aus. Die Gruppe befindet sich unter einem Baum mit kräftigem Stamm und Ästen, die rötliche und gelbliche Früchte tragen. Dahinter erhebt sich eine dichte Masse dunkler Blätter, während sich die Landschaft nach rechts hin zu ockerfarbenen und grünen Flächen sowie einer weit entfernten Siedlung öffnet. Der steinige Boden und die helle Fläche unter den Figuren verankern die Szene in einer greifbaren Natur.

Die Komposition macht aus einer abstrakten Tugend eine leibhaftige Erfahrung der Fürsorge. In der christlichen Tradition gehört die Caritas neben dem Glauben und der Hoffnung zu den drei theologischen Tugenden und steht für die Liebe zu Gott und zum Nächsten, die sich in hingebungsvoller Zuwendung zeigt. In der westlichen Kunst wird diese Vorstellung häufig durch eine weibliche Figur dargestellt, die von Kindern begleitet wird. Hier erhält diese Konvention eine besonders unmittelbare Präsenz: Die Tugend wird nicht durch einzelne Attribute definiert, sondern durch Umarmung, Berührung und gegenseitige Aufmerksamkeit. Die drei Kleinen machen die Großzügigkeit zu einer konkreten Handlung, die daran abzulesen ist, wie der erwachsene Körper sie aufnimmt.

Die Ikonografie konzentriert sich auf die Beziehungen innerhalb der Gruppe. Die Arme und der Oberkörper bilden einen Schutzraum um die Kinder, und die Nähe ihrer Körper betont ihre emotionale Verbundenheit. Die zentrale Figur wird so zum mütterlichen und allegorischen Mittelpunkt, während das Baby im Vordergrund die Geste mit seiner ausgestreckten Hand auf den Betrachter hin verlängert. Der Obstbaum kann die Deutung als Sinnbild für Fruchtbarkeit, Überfluss und Leben verstärken; seine Früchte verleihen der Szene einen Eindruck von Fülle. Das dichte Laub und die offene Landschaft erweitern die Bedeutung der Fürsorge von der intimen Beziehung hin zu einer umfassenderen Vorstellung vom gemeinsam geteilten Leben.

Der formale Aufbau lenkt den Blick durch klare Kontraste. Die Menschengruppe in hellen Hauttönen hebt sich vom dunklen Grün der Vegetation ab, sodass Gesichter, Arme und Beine unmittelbar ins Auge fallen. Der Baumstamm am linken Bildrand bildet einen vertikalen Rahmen und gleicht die Öffnung der Landschaft nach rechts aus. Die Diagonalen der Beine und Arme führen den Blick vom Oberkörper zum Baby im Vordergrund und erzeugen einen kreisförmigen Rhythmus der Berührung. Die herabhängenden Früchte setzen im oberen Bereich farbliche Akzente, während die Steine und der Boden im unteren Bildbereich einer Komposition Halt geben, die von Kurven, Falten und umschließenden Gesten bestimmt wird.

Im Allgemeinen ist das Werk mit der nordischen Renaissance Lucas Cranachs des Älteren verbunden, die sich durch klar konturierte, stilisierte Figuren und helle Farben auszeichnet, die mit landschaftlichen oder pflanzlichen Hintergründen kontrastieren. Diese lineare Klarheit ermöglicht hier ein unmittelbares Erfassen der körperlichen Beziehungen: Die Bedeutung erschließt sich daraus, wer wen hält und wie die Gruppe angeordnet ist. Die Ruhe entsteht nicht durch eine leere Komposition, sondern durch das Gleichgewicht zwischen der innigen Umarmung, dem dichten Laubwerk und dem weiten Horizont. Beim Betrachten lohnt es sich, dem Blickverlauf zu folgen, der die drei Kinder mit der erwachsenen Figur verbindet: Hier wird die Allegorie der Caritas zum sichtbaren Bild von Schutz, Fülle und gemeinsamem Leben.

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