Größe (cm): 45x45
Preis:
VerkaufspreisCHF 170.00

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Von Hand gemalt, nicht gedruckt
Ein professioneller Künstler malt es in Öl auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich.

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Beschreibung

Das Gemälde zeigt eine Pietà von intensiver emotionaler Konzentration: Die in einen violettblauen Mantel gekleidete Jungfrau Maria beugt sich vom oberen Bildbereich herab, um Christus beizustehen und seine Hand zu halten. Der nackte Körper Jesu liegt diagonal auf weißen Tüchern, der Oberkörper aufgerichtet und der Kopf zur Seite gesunken. Rechts gruppieren sich zwei nackte kindliche Figuren; eine beugt sich über den Körper in der Bildmitte, während die andere dahinter neben einer Steinmauer oder Steinbank hervorschaut. Der fast schwarze Hintergrund lässt die beleuchteten Körper und die hellen Stoffe zum unmittelbaren Zentrum der Szene werden. Die Nähe der Figuren lässt jeden zeremoniellen Abstand verschwinden und lenkt den Blick auf die Berührung zwischen den Körpern, den Händen und den Stoffen.

Die Pietà gehört zum christlichen Passionszyklus und stellt den Moment der Trauer nach der Kreuzigung dar. Maria erscheint als trauernde Mutter und beschützende Gestalt neben dem toten Leib Christi, während die begleitenden Engel die Andachtsdimension des Geschehens verstärken. Die Szene stützt sich nicht auf eine ausführliche Erzählung, sondern auf die körperliche Nähe der Figuren: Die Geste der Jungfrau, die Verletzlichkeit von Jesu Körper und die konzentrierte Aufmerksamkeit der kindlichen Figuren machen den Schmerz zu einer stillen, körperlichen Erfahrung. So vereint die Szene Mitgefühl, Trauer und Betrachtung in einer kleinen Figurengruppe, in der jede Gestalt an der Schwere des Augenblicks teilhat.

Die Ikonografie entfaltet sich um den Gegensatz zwischen dem leblosen Körper und der Zärtlichkeit derer, die ihn umgeben. Die Nacktheit Christi unterstreicht seine Verletzlichkeit und die Last des Todes; die hellen Stoffe dienen als visuelle und symbolische Stütze für diese verletzliche Präsenz. Die Putten lenken den Blick auf den Oberkörper und die Hand Jesu, nehmen an der Klage teil und führen die Betrachtung des Betrachters. Marias violettblauer Mantel bringt einen Ton der Schwere und des Schutzes ein, während die steinerne Mauer im Hintergrund einen strengen, beinahe sepulkralen Bezug schafft. Das Zusammenspiel der gehaltenen Hand, des ausgestreckten Körpers und der Gesten der Begleitenden verwandelt die Szene in ein Bild der Fürsorge angesichts des Verlusts.

Der formale Aufbau beruht auf einer abwärts verlaufenden Diagonale, die bei der Gestalt Marias beginnt, den Körper Christi durchquert und sich über die ausgebreiteten Tücher bis in den unteren Bildbereich fortsetzt. Diese Richtung ordnet die kompakte Gruppe, ohne die Aufmerksamkeit in einem weitläufigen Raum zu zerstreuen. Das Helldunkel bündelt das Licht auf den Gesichtern, Schultern, dem Oberkörper und den Stoffen und lässt Schwarz und tiefe Brauntöne die Umrisse im Hintergrund verschlucken. So entsteht eine dramatische Tiefenwirkung: Die Figuren scheinen aus der Dunkelheit hervorzutreten, und die Modellierung der Körper schafft einen Wechselrhythmus aus Muskelspannung, Schwere und Ruhe. Die hellen Flächen der Tücher führen die Diagonale weiter und bilden einen haptischen Kontrapunkt zur Dichte des Hintergrunds.

Im Zusammenhang mit Annibale Carraccis barocker Bildsprache verbindet das Werk eine ausgewogene Komposition mit Figuren von starker körperlicher Präsenz, einer reichen Farbgebung und einer dramatischen Beleuchtung, die der Andachtsmalerei dient. Die Monumentalität ergibt sich nicht aus der Größe des Raums, sondern daraus, wie die Körper die Szene ausfüllen und tragen. Die von Maria gehaltene Hand, die Diagonale von Christi Körper und die Anteilnahme der Engel bilden eine visuelle Kette des Mitgefühls: Jede Geste führt zurück zum menschlichen und spirituellen Zentrum der Pietà. Das Werk macht die Trauer zu einer körperlichen und meditativen Erfahrung, getragen vom Kontrast zwischen dem Licht auf den Körpern und der Dunkelheit, die sie umgibt.

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