Phaeton auf dem Sonnenwagen


Größe (cm): 45x65
Preis:
VerkaufspreisCHF 209.00

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Von Hand gemalt, nicht gedruckt
Ein professioneller Künstler malt es in Öl auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich.

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Beschreibung

Das Gemälde zeigt Phaeton auf dem Sonnenwagen, schwebend in einer eindrucksvollen mythologischen Vision. Ein goldener Wagen mit geschwungener, bläulicher Konstruktion und großem Seitenrad nimmt die Mitte der Komposition ein. Vor und um ihn herum bäumen sich mehrere Pferde auf: Eines ist dunkel und richtet den Kopf hoch auf, während ein helles frontal herantritt, gehalten von Geschirr und straff gespannten Zügeln. Zwischen den Tieren und dem Wagen drängen sich menschliche Gestalten, nackt oder in rote, blaue, ockerfarbene und rosafarbene Tücher gehüllt. Einige liegen im Vordergrund, andere erheben sich zwischen den Wolken, während eine geflügelte Gestalt den oberen linken Bildbereich durchquert. Im Hintergrund sind Berge, kleine Vögel und ein dunkler Streifen Wasser oder düsterer Landschaft zu erkennen.

Die Episode entstammt dem Mythos von Phaeton, der versucht, den mit Apollon verbundenen Sonnenwagen zu lenken, dabei aber die Kontrolle über die Pferde verliert. Die Fahrt durch den Himmel wird daraufhin zu einer Bedrohung für die Ordnung der Welt. In der griechisch-römischen Überlieferung greift Zeus ein und schleudert einen Blitz, der Phaetons Sturz und Tod verursacht. So vereint die Szene Ehrgeiz, Gefahr und Katastrophe in einem einzigen, schwebenden Augenblick. Der Verweis auf Apollon verbindet den Wagen mit dem Sonnenlicht und der göttlichen Sphäre des Himmels, während die verstreuten Körper und entfesselten Kräfte die Erzählung zu einem Bild kosmischen Ungleichgewichts machen.

Der goldene Wagen bildet das symbolische und visuelle Zentrum: Er steht für die Macht der Sonne, aber auch für die Verantwortung, eine Kraft zu lenken, die stärker ist als derjenige, der sie führt. Die sich aufbäumenden Pferde, das Zaumzeug und die gespannten Zügel verstärken den Eindruck einer Kontrolle, die schwindet. Der Glanz im oberen rechten Bereich verheißt himmlischen Ruhm und zugleich gefährliche Energie. Die zurückgelehnten Figuren im Vordergrund scheinen von der Erschütterung des Geschehens mitgerissen zu werden; ihre Körper und Gewänder setzen den in den Höhen begonnenen Sturz nach unten fort. Der Kontrast zwischen dieser Unordnung und dem konzentrierten Licht lässt die Mythologie als körperliches, turbulentes und dramatisches Erlebnis erscheinen.

Formal ist das Werk durch eine aufsteigende Diagonale gegliedert, die bei den Körpern und Schatten im Vordergrund beginnt, die Pferde und den Wagen durchquert und im hellen Himmelsbereich gipfelt. Die von dunklen Blautönen, Bergen und dichten Wolken beherrschte linke Seite bildet ein Gegengewicht zu den Weiß-, Gold- und Ockertönen im oberen rechten Bereich. Die Pferdebeine, ausgestreckten Arme und Zügel bilden ein Netz sich kreuzender Richtungen, das den Blick in Bewegung hält. Das große Rad sorgt für einen geometrischen Ruhepunkt, wird jedoch teilweise von der Bewegung der Figuren verschlungen. Der Wechsel zwischen kompakten Wolkenmassen und hellen Bereichen schafft Tiefe und lässt den Wagen erscheinen, als bewege er sich in einer sich ständig wandelnden himmlischen Szenerie.

Hier mit dem Namen Nicolas Bertins verbunden, erweist sich das Gemälde als kraftvolle Synthese aus mythologischer Erzählung, körperlicher Bewegung und Lichtkontrast. Statt einen einzelnen Protagonisten herauszustellen, gestaltet es das Drama als gemeinsamen Wirbel: Phaeton, die Pferde, die Figuren und die Wolken sind Teil derselben auf- und abwärtsstrebenden Bewegung. Dabei lohnt es sich zu beobachten, wie das Gold des Wagens in den Spiegelungen und Stoffen wiederkehrt, während das Blau Himmel, Bauwerke und Landschaftsschatten miteinander verbindet. In diesem Wechselspiel der Farben verdichtet sich die zentrale Idee des Werks: Das Sonnenlicht ist kein dekorativer Hintergrund, sondern die Kraft, die die gesamte Komposition antreibt, blendet und schließlich überwältigt.

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