Die Kreuzigung


Größe (cm): 45x30
Preis:
VerkaufspreisCHF 142.00

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Von Hand gemalt, nicht gedruckt
Ein professioneller Künstler malt es in Öl auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich.

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Beschreibung

Das Gemälde zeigt die Kreuzigung als weitläufige, dicht bevölkerte Szene. Christus nimmt das mittlere Kreuz ein, langgestreckt und frontal dargestellt, mit einem runden Heiligenschein, Bart und einem hellen Tuch um die Hüften; zu beiden Seiten erheben sich die Kreuze der beiden anderen Verurteilten. Über dem mittleren Querbalken unterstreicht eine kleine rote Tafel die Identifizierung der Szene. Unter den Gekreuzigten versammeln sich Frauen mit Heiligenscheinen, kniende oder sitzende Figuren, Soldaten, bewaffnete Begleiter und Männer in farbintensiven Gewändern und Kopfbedeckungen. Ein weißes Pferd und ein weiteres, teilweise sichtbares Tier bilden einen dynamischen Kontrast zur Menschenmenge, während rote Standarten und dunkle Felsen die Szenerie vervollständigen. Alles ist von einem Spitzbogen mit goldenen Profilen und einem ornamentalen Sockel eingefasst, der an den Aufbau eines Altarbildes erinnert.

Das Werk stellt einen der zentralen Momente der Passion Christi dar: den Tod Jesu am Kreuz. Die traditionelle Anordnung Christi zwischen zwei weiteren Gekreuzigten strukturiert die Erzählung und rückt die zentrale Figur als spirituellen und erzählerischen Mittelpunkt in den Fokus. Zu seinen Füßen machen trauernde Frauen, Soldaten, Reiter und weitere Zeugen das Geschehen zu einer gemeinschaftlichen Szene der Trauer und der Zeremonie. Die felsige Landschaft erinnert an Golgota, den Ort, der der christlichen Überlieferung zufolge mit der Kreuzigung Jesu verbunden ist. Das Bild zeigt das Geschehen nicht als isolierten Augenblick, sondern als umfassende Darstellung der vor dem Opfer versammelten Gemeinschaft.

Die Ikonografie ist durch sehr präzise Kontraste geprägt. Die drei Kreuze bilden eine vertikale Hierarchie, wobei Christus das Zentrum beherrscht und die seitlichen Figuren die Komposition ausbalancieren. Die Heiligenscheine der Frauen und anderer Personen heben die Andachtssphäre innerhalb einer Menschenmenge hervor, die zugleich von militärischem und öffentlichem Treiben geprägt ist. Lanzen, Waffen, Pferde und Banner bringen die weltliche Dimension der Hinrichtung ins Bild, während der goldene Hintergrund und der verzierte Bogen die Szene zu einer sakralen und zeitlosen Deutung erheben. Die Trauer konzentriert sich besonders auf die knienden Figuren im unteren Bereich, deren gebeugte Haltungen im Kontrast zur aufstrebenden Starrheit der Kreuze stehen.

Formal ist die Komposition um eine klar definierte Mittelachse angeordnet. Die drei Kreuze nehmen den oberen Teil ein und lenken den Blick auf die Gestalt Christi; von dort führt der Blick über Felsen, Pferde und Menschengruppen hinunter zum unteren Architekturbereich. Das vorherrschende Gold vereint den Raum und lässt die Tiefe flach erscheinen, während Rot, Blau, dunkle Grüntöne und Weiß die Figuren optisch voneinander abheben und einen lebendigen Farbklang erzeugen. Die betonten Konturen und stilisierten Figuren ermöglichen eine klare Erfassung jeder Gruppe, selbst innerhalb des Gedränges. Der Wechsel zwischen Vertikalen – Kreuzen, Lanzen und Bannern – und Diagonalen – gebeugten Körpern, Pferden und Gesten – hält die Spannung zwischen sakraler Reglosigkeit und erzählerischer Bewegung aufrecht.

In dem Barnaba da Modena zugeschriebenen Werk ist eine Nähe zur italienischen Andachtsmalerei des Trecento zu erkennen: ein goldener Hintergrund, feierliche Frontalität, eine klare Zeichnung, stilisierte Figuren und eine in einen gotischen architektonischen Rahmen eingebettete Erzählung. Diese Verbindung macht die Szene zu mehr als einer Darstellung der Hinrichtung: Sie ist ein Bild der Betrachtung, in dem jede Menschengruppe an derselben spirituellen Struktur teilhat. Bemerkenswert ist, wie der goldene Bogen die Menschenmenge umschließt und der Blick stets zum zentralen Kreuz zurückkehrt; dort laufen Geometrie, Farbe und die religiöse Bedeutung des gesamten Gemäldes zusammen.

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