Madonna mit Kind


Größe (cm): 40X30 Originalgröße
Preis:
VerkaufspreisCHF 135.00

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Von Hand gemalt, nicht gedruckt
Ein professioneller Künstler malt es in Öl auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich.

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Beschreibung

Das Gemälde zeigt die sitzende Jungfrau Maria, die sich dem Jesuskind zuneigt und es mit beiden Armen fest umschließt. Das nackte, leuchtende Kind liegt quer auf ihrem Schoß und hebt einen Arm zum Hals seiner Mutter. Marias weites Kleid in tiefen Rot- und Kupfertönen nimmt einen großen Teil der Komposition ein; ein blaues Tuch erstreckt sich im unteren linken Bereich, während große grüne Falten die Figuren umgeben und den Raum abschließen. Am unteren Rand ist ein rechteckiger Träger mit der Inschrift «TITIANVS» zu sehen, der sich visuell in die materielle Präsenz des Werks einfügt.

Die Szene gehört zu den grundlegenden Themen der christlichen Ikonografie: der Madonna mit Kind. Maria gilt traditionell als die Mutter Jesu, während das Jesuskind Christus in seiner Kindheit darstellt. Anstatt ein komplexes erzählerisches Geschehen zu schildern, konzentriert das Werk die Andacht auf eine unmittelbare, menschliche Beziehung: Die stützenden Arme, die Nähe der Gesichter und das vertrauensvolle Sich-Anschmiegen des Kindes machen aus dem heiligen Bild eine Erfahrung mütterlicher Intimität. So steht die vertraute Menschlichkeit des Jesuskindes neben dem Andachtscharakter der Darstellung.

Die Umarmung bildet das symbolische Zentrum des Werks. Die Art, wie Maria das Kind beschützt, betont die Mutterschaft und macht die emotionale Bindung sichtbar, die der religiösen Deutung zugrunde liegt. Das mit der weiblichen Figur verbundene Rot und Blau knüpft an traditionelle Konventionen der Marienbildnisse an, trägt aber zugleich zur farblichen Ausgewogenheit des Ganzen bei. Im Gegensatz dazu wirken die grünen Tücher und der dunkle Hintergrund wie ein umschließender Rahmen: Sie heben die Figuren von ihrer Umgebung ab und lenken die Aufmerksamkeit auf die Hände, die Gesichter und den beleuchteten Körper des Kindes. Die Inschrift am unteren Rand verleiht der Szene eine beinahe gegenständliche Präsenz und verankert sie auf ihrem Bildträger.

Die hochformatige, geschlossene Komposition lenkt den Blick auf die Berührung zwischen den beiden Figuren. Von Marias geneigtem Kopf bis zum Körper des Kindes verläuft eine sanfte Diagonale, die durch den Fall der Gewandfalten und die geschwungenen Draperien ausgeglichen wird. Das warme Licht konzentriert sich auf die Gesichter, die Arme und die Haut des Kindes, während die Umgebung in einem Halbdunkel aus Grün-, Braun- und Schwarztönen verbleibt. Dieser Kontrast schafft Tiefe und legt eine klare visuelle Hierarchie fest: Alles, was die heilige Gruppe umgibt, dient als schützender Rahmen, in dem die mütterliche Beziehung umso eindringlicher hervortritt.

In diesem Werk Tizians zeigt sich eine venezianische Sensibilität, die von der Farbfülle, dem warmen Licht und der körperlichen Präsenz der Figuren geprägt ist. Die roten, blauen und grünen Töne sind keine bloßen dekorativen Flächen; sie bilden einen Farbklang, der den Blick lenkt und den Körpern und Stoffen Volumen verleiht. Das Gemälde verwandelt ein traditionelles Andachtsthema in ein Erlebnis leuchtender Nähe: Die Dunkelheit der Draperien schafft keine Distanz zwischen der Madonna und dem Kind, sondern vereint sie in einem geschützten Raum, in dem Farbe und Umarmung die gesamte emotionale Wirkung der Szene tragen.

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